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 Naturalisierungen im Basketball 
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Beitrag Naturalisierungen im Basketball
Red Butler hat geschrieben:
# 21 hat geschrieben:
Ich habe mehr von Fällen wie McCalebb, Jetter, Lafayette, Renfroe oder Draper gesprochen. Wenn wir von der Eintagsfliege McCalebb absehen, hat keiner der aufgezählten Spieler - es sind noch wesentlich mehr - der jeweiligen NM etwas wesentliches gebracht.


Gegenbeispiele: Mirotic, Ibaka, Holden, Myers, Preldzic, Dixon, eben auch McCalebb....


Mirotic - Guter Spieler, der aber auch in diesem Jahr Gasols Wasserträger war - kein Entscheidungsträger, der Spiele für Spanien schon mal gewonnen hätte. Spanien könnte auch ohne ihn siegen.

Ibaka - Siehe Mirotic

Holden - Ja, das stimmt. Der EM-Titel 2007 ging zu einem netten Teil an ihn. Aber was kam danach? 2011 dank AK-47 noch einmal Bronze geholt und sonst nur unter ferner liefen. Holdens Engagement in der russischen NM übertünchte das PG-Problem, löste es aber nicht. Deshalb sind die Russen nun dort, wo sie halt eben sind.

Myers - Carlton Myers Mutter ist Italienerin. Von daher kein gutes Beispiel. Aber da fällt mir doch glatt Dan Gay ein, der im EM-Finale 1997 gegen Rebraca keine Schnitte sah und auch sonst keine Bereicherung für die italienische NM darstellte.

Preldzic - Ein weitere guter Spieler, der aber der Türkei auch keinen ultimativen Erfolg beschert hat. Oder hat die Türkei seit 2011 etwas mit den vorderen Plätzen zu tun gehabt?

Dixon - Sein Einsatz hat sich heuer auch irgendwie nicht gelohnt. Zählbares ist nicht herausgesprungen.

McCalebb - O.K., für einen Moment durften die "FYROM"-er sich einbilden, sie wären eine aufstrebende Basketballnation. Und dann kam...nichts. Keine Nachhaltigkeit, kein Fortschritt, keine Etablierung, sondern der Absturz ins Bodenlose.

Wenn man nicht dazu übergehen möchte, alle paar Jahre einen neuen Ausländer zu suchen, weil man auf gewissen Position der Meinung ist, dass dort Nachholbedarf besteht, dann sollte man schleunigst dem eigenen Nachwuchs ein Chance geben, denn die Konkurrenz schläft nicht.

Ein Domantas Sabonis spielte dieses Jahr erst die U20-EM, um sich dann gleich das Ticket für die EM in der A-Nationalmannschaft zu sichern. Der Junge ist im Mai 2015 gerade einmal 18 Jahre alt geworden, wird aber von Kazlauskas mitgenommen. Richtig so, denn Javtokas ist alt und Valanciunas kann die Arbeit allein unter den Körben nicht meistern. Da wird für die Zukunft vorgesorgt.

Und ein Papagiannis soll jetzt noch ein paar Jahre warten? Diese Zeit hat Griechenland aber nicht.

Was ist, wenn Giannis heute oder morgen mit Rücksicht auf die lange NBA-Saison und den (Un)Willen seines Arbeitgebers absagt? Seien wird doch mal ehrlich - früher oder später wird auch das passieren. Auch hier muss klar festgelegt werden, wer ihn dann zu ersetzen hat und wer seine Rolle spielt. Und das kann man ja schlecht mit einer sagen wir mal "last-minute-Einbürgerung" lösen.

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16. Sep 2015 22:36
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Beitrag Re: Hellenische Nationalmannschaft
@ #21: Wollen wir ernsthaft darüber debattieren, ob eingebürgerte Spieler Mannschaften auf ein anderes Level heben können oder nicht?

# 21 hat geschrieben:
Mirotic - Guter Spieler, der aber auch in diesem Jahr Gasols Wasserträger war - kein Entscheidungsträger, der Spiele für Spanien schon mal gewonnen hätte. Spanien könnte auch ohne ihn siegen.


Kein Entscheidungsträger bei 15 PpG und 6 RpG....ehrlich?


# 21 hat geschrieben:
Holden - Ja, das stimmt. Der EM-Titel 2007 ging zu einem netten Teil an ihn. Aber was kam danach? 2011 dank AK-47 noch einmal Bronze geholt und sonst nur unter ferner liefen. Holdens Engagement in der russischen NM übertünchte das PG-Problem, löste es aber nicht. Deshalb sind die Russen nun dort, wo sie halt eben sind.


Ach komm #21. Die Russen sind nicht dort wo sie sind, weil sie Holden eingebürgert haben. Durch Holden hat Russland einen Europameistertitel und eine Medaille mehr.

# 21 hat geschrieben:
Myers - Carlton Myers Mutter ist Italienerin.


Das stimmt. Hatte ich nicht bedacht.

# 21 hat geschrieben:
Preldzic - Ein weitere guter Spieler, der aber der Türkei auch keinen ultimativen Erfolg beschert hat. Oder hat die Türkei seit 2011 etwas mit den vorderen Plätzen zu tun gehabt?
...

Dixon - Sein Einsatz hat sich heuer auch irgendwie nicht gelohnt. Zählbares ist nicht herausgesprungen.


Kein eingebürgerter Spieler bringt den ultimativen Erfolg aber ohne eingebürgerten Spieler kommt manchmal der ultimative Erfolg nicht.;) Preldzic war der beste Mann bei den Türken bei der WM letztes Jahr insklusive Buzzer Beater, der die Quali fürs VF sicherte.
Der Einsatz von Dixon hat sich isofern nicht ausgezahlt, dass eben mehrere türkische Key-Player gefehlt haben. Dennoch hatte er mal btw. irgendwas über 15 PpG. Frag mal die Türken hier ob sich der Einsatz von Dixon ausgezahlt hat oder nicht.


# 21 hat geschrieben:
McCalebb - O.K., für einen Moment durften die "FYROM"-er sich einbilden, sie wären eine aufstrebende Basketballnation. Und dann kam...nichts. Keine Nachhaltigkeit, kein Fortschritt, keine Etablierung, sondern der Absturz ins Bodenlose.


Du setzt hier zwei Sachen in Verbuindung, die nichts miteinander zu tun haben. Die Einbürgerung Bo's hat nichts damit zu tun, dass dieses Land keine breite Basketballbasis hat. Bo hat fast im Alleingang aus einer absoluten No-Name Basketballnation einen Halbfinalisten bei einer Euro gemacht und nebenbei dafür gesorgt, dass Basketball plötzlich zum absoluten Volkssport geworden ist.


# 21 hat geschrieben:
Was ist, wenn Giannis heute oder morgen mit Rücksicht auf die lange NBA-Saison und den (Un)Willen seines Arbeitgebers absagt? Seien wird doch mal ehrlich - früher oder später wird auch das passieren. Auch hier muss klar festgelegt werden, wer ihn dann zu ersetzen hat und wer seine Rolle spielt. Und das kann man ja schlecht mit einer sagen wir mal "last-minute-Einbürgerung" lösen.


Auch das hat doch nichts mit dem Sachverhalt einer Einbürgerung zu tun. Giannis Ausfall in der Zukunft kannst du weder mit einer Einbürgerung noch mit einer "griechischen Lösung" auch nur annähernd kompensieren.

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16. Sep 2015 23:01
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Beitrag Re: Naturalisierungen im Basketball
Zitat:
Wollen wir ernsthaft darüber debattieren, ob eingebürgerte Spieler Mannschaften auf ein anderes Level heben können oder nicht?


Vielleicht stellst Du die Frage falsch. Vielmehr müsste man fragen, was außer vielleicht - aber auch nur vielleicht - kurzfristigen Erfolg ein Einsatz eines ausländischen Spielers bringen kann?

Langfristig bleibt eine Baustelle, die mit einem Ausländer notdürftig zusammengeflickt wird. Wenn dieser Ausländer dann nicht mehr da ist, bricht die Baustelle wieder auf. Zusätzlich nimmt dieser, möglicherweise qualitativ sehr gute ausländische Spieler, einem inländischen Nachwuchsmann den Platz weg. Statt den jungen Hüpfer einzubinden und ihn an die NM heranzuführen, wird um des kurzfristigen Erfolges Willen ein Positionsproblem übertüncht aber nicht gelöst.

Zitat:
Kein Entscheidungsträger bei 15 PpG und 6 RpG....ehrlich?


Wir werden es doch erleben. Pau Gasol wird allerspätestens nach Rio abtreten, sein Bruder Marc vielleicht noch die eine oder andere EM und WM spielen und dann kann uns Mirotic beweisen, dass er Spiele für Spanien entscheiden kann. Ich stelle nicht in Abrede, dass er ein sehr guter Spieler ist und dass er jetzt schon eine Menge in seiner Karriere erreicht hat. Aber ich bin mir gar nicht so sicher, ob er für Spanien wirklich von solcher Wichtigkeit ist, dass er einem inländischen Spieler den Platz in der NM wegnehmen sollte.

Zitat:
Die Russen sind nicht dort wo sie sind, weil sie Holden eingebürgert haben. Durch Holden hat Russland einen Europameistertitel und eine Medaille mehr.


Ich hab es doch geschrieben: Mit Holdens Berufung in die russische NM wurde ein Problem übertüncht und im weiteren Verlauf schlicht und ergreifend ignoriert. Statt sich einen Reinzulügen, dass nun die Welt in Ordnung sei, da Russland schließlich Europameister ist, hätte man stärker in russische junge PGs investieren müssen, um eben nicht in die Situation zu kommen, dass man nach Holdens Abgang in ein Loch fällt. Und es ist nun mal nicht so, dass Russland dafür bekannt sei, keine PGs zu produzieren.

Was hat also die Verpflichtung von Holden außer einem kurzfristigen Erfolg gebracht? Nichts.

Wärst Du bereit zu akzeptieren, dass Griechenland 2017 Europameister wird - u. a. dank einem hervorragendem eingebürgerten Centerspieler -, aber die darauffolgenden 5 oder 6 Jahre dann - nach dem Weggang des tollen Ausländers - ein Mauerblümchendasein in Europa und der Welt fristet? Also Quali für EM, keine WM, keine OS? Wäre das der Preis, den Du persönlich bereit wärst zu zahlen?

Zitat:
Kein eingebürgerter Spieler bringt den ultimativen Erfolg aber ohne eingebürgerten Spieler kommt manchmal der ultimative Erfolg nicht.


Der Erfolg kommt in dem Moment, wenn man seinen Nachwuchs richtig heranführt und wenn man so einen Talentpool hat, wie beispielsweise Griechenland. Wir, Serben, haben es vorgemacht, Spanien auch und - ja - auch in Griechenland ist dies geschehen, denn 2002 wurde Griechenland U20-Europameister und aus dieser Mannschaft erwuchsen Spanoulis, Bouroussis, Zizis und Kaimakoglu. Das Material für gute junge Spieler ist doch da, man muss sie nur fördern und spielen lassen und ihnen eben nicht den Platz zugunsten eines Ausländers weggnehmen.

Zitat:
Bo hat fast im Alleingang aus einer absoluten No-Name Basketballnation einen Halbfinalisten bei einer Euro gemacht und nebenbei dafür gesorgt, dass Basketball plötzlich zum absoluten Volkssport geworden ist.


Die Frage ist doch: Was kam danach? Volksport hin oder her - FYROM ist nun wieder dort, wo sie vorher waren. Jetzt könnte man natürlich sagen, dass es hedonistisch gesehen toll war, einmal unter den ersten 4 bei einer EM zu sein. Aber eine so ernsthafte Basketballnation wie Griechenland kann doch nicht das Ziel haben, einen Sommer oben mitzuspielen, um sich dann wie FYROM 2013 und 2015 rund um den 20. Platz zu tummeln.

Zitat:
Preldzic war der beste Mann bei den Türken bei der WM letztes Jahr insklusive Buzzer Beater, der die Quali fürs VF sicherte. Der Einsatz von Dixon hat sich isofern nicht ausgezahlt, dass eben mehrere türkische Key-Player gefehlt haben. Dennoch hatte er mal btw. irgendwas über 15 PpG. Frag mal die Türken hier ob sich der Einsatz von Dixon ausgezahlt hat oder nicht.


Wenn man keine sonderlichen Ambitionen hat, dann kann man sich mit einem 1/8-Finalaus gegen Frankreich zufrieden geben.

Aber ich habe das eher so verstanden, dass die Türkei den Plan hat, auch außerhalb eines Turniers im eigenen Lande mal erfolgreich aufzutreten, sprich Medaillen zu holen. Und dazu wurden dann Leute wie Preldzic und Dixon geholt. Nur irgendwie hat sich der Erfolg nicht wirklich eingestellt und von daher sehe ich den Einsatz der ausländischen Spieler in der türkischen NM nicht als Erfolg an.

Wenn man heuer zum Turnier gefahren ist, um möglichst wenig von den anderen Basketballnationen auf den Deckel zu bekommen, dann hat sich der Einsatz von Dixon sicherlich gelohnt. Ob das aber das Ziel war, wage ich zu bezweifeln. Dixon als Schadensbegrenzer - O.K., wenn das das ausgesprochene Ziele gewesen sein soll.

Zitat:
Auch das hat doch nichts mit dem Sachverhalt einer Einbürgerung zu tun. Giannis Ausfall in der Zukunft kannst du weder mit einer Einbürgerung noch mit einer "griechischen Lösung" auch nur annähernd kompensieren.


Ich habe nur die Logik etwas weitergestrickt und habe mir gedacht, wenn jetzt schon darüber nachgedacht wird, demnächst das Problem der griechischen 5, das für mich persönlich keines ist, mit einem Ausländer zu lösen, dann wird man vielleicht in Zukunft auch den Ausfall eines Leistungsträgers versuchen, mit den gleichen Mitteln zu bekämpfen.

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17. Sep 2015 09:11
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Beitrag Re: Naturalisierungen im Basketball
Ein eingebürgerter Spieler ist in den meisten Fällen ein Vorteil fürs Team. Mannschaften wie Georgien, BIH etc. wären ohne Einbürgerung schlechter. Ein eingebürgerter Spieler macht diese Länder aber dadurch nicht zu einem Halbfinalisten. Er macht sie wettbewerbsfähiger, wie viel ist da auch immer bisschen Glückssache und auch eine Einstellungssache des jeweiligen Spielers.

Das größte Problem ist aber das die Spieler nicht kontinuierlich Jahr für Jahr spielen. Meistens nur das Jahr wo Sie den Pass des Landes bekommen. Dies ist bei Ibaka und Mirotic anders. Auch Holden spielte länger. Ist ein Spieler mehrere Spiele dabei, macht dies natürlich viel mehr Sinn fürs Team. Da haben die kleinen Länder das Problem.

Denke nicht das bei Hellas oder Serbien ein Spieler ohne richtige Einstellung, verspätetes dazustossen etc. im Team wäre. Denke das die Spieler auch aufgrund der Klasse der Mitspieler anders rangehen würden, als wenn sie für Mazedonien spielen. Heißt aber auch das man nur einen guten bis sehr guten EL-Spieler einbürgern müsste. Ist bei allen Teams auch nicht der Fall. Ein Renfroe z.B. Ist für mich kein top PG. diese topspieler muss man erstmal finden und die müssen auch willig sein zu spielen.


17. Sep 2015 18:27
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Beitrag Re: Naturalisierungen im Basketball
Bin gegen Neutralisierung von Spielern. Ich möchte in der türkischen Nationalmannschaft nur Türken sehen oder Nicht-Türke, der aber in der Türkei geboren ist oder wenigstens das Basketballspielen in der Türkei gelernt hat.

Ja ohne Dixon hätten wir höchstwahrscheinlich die Vorrunde nicht geschafft, aber ich hätte lieber junge vielversprechende Talenten ins Turnier mitgenommen als Dixon, Melih, Baris usw. Wir wären dann letzter geworden, aber diese jungen Spieler hätten Erfahrung gesammelt. Wir hätten nichts verloren, ganz im Gegenteil. Mit Dixon haben wir auch nicht viel erreicht.
Hoffentlich werden wir in Zukunft keine Spieler mehr einbürgern müssen.


17. Sep 2015 19:11
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Beitrag Re: Hellenische Nationalmannschaft
Red Butler hat geschrieben:

Kein eingebürgerter Spieler bringt den ultimativen Erfolg aber ohne eingebürgerten Spieler kommt manchmal der ultimative Erfolg nicht.;) Preldzic war der beste Mann bei den Türken bei der WM letztes Jahr insklusive Buzzer Beater, der die Quali fürs VF sicherte.


Nicht Emir, sondern Ömer war unser bester Spieler. Emir war mittelmäßig, aber dank seinem Buzzer Beater sind wir in die nächste Runde gekommen.


17. Sep 2015 19:22
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Beitrag Re: Naturalisierungen im Basketball
@#21
Vielleicht nochmal zu meiner Grundsätzlichen Einstellung. Ich bin gegen jedewede Art der Einbürgerungsregeln. Eine Nationalmannschaft ist kein Verein. Solange die FIBA dies aber vorsieht, erachte ich persönlich es als fahrlässig, wenn man davon keinen Gebrauch macht, die anderen alle aber schon. Wie ich bereits oben schrieb bringt man sich ggf. um die Früchte des verdienten Erfolges der eigenen Jugendarbeit. Es müsste ein Agreement der großen Basketballnationen geben, dass man keine Naturlaisierungen vornimmt. Dies gibt es aber nicht.

Du setzt immer automatisch in Verbindung, dass der Einsatz von ausländischen Spielern a) nur kurzfristig erfolgt und b) danach gleich das komplette Ausbildungssystem des Landes auf dieser Position fallengelassen wird.
Ich bin grundsätzlich eher für das Modell der Spanier. Sie haben sich mit Ibaka und Mirotic zwei Spieler eingebürgert, die ihrer Nationalmannschaft langsfristig zur Verfügung stehen. Kann der eine mal nicht, kommt praktischerweise der andere. Aber auch gegen kurzfristige Einsätze von Spielern hätte ich nichts einzuwenden, wenn gerade in der Herrennationalmannschaft Bedarf auf einer Position ist. An der Förderung der Jugend ändert sich ja nichts. Auch wird nicht weniger Geld dorthin fließen. Der Jugendspieler wird ebenfalls kein Trauma davon zurückbehalten oder sich schlechter entwickeln. Er entwickelt sich in aller erster Linie um Profibasketballer zu werden und damit auch Geld zu verdienen und wird diesen Weg nicht verlassen, wenn in der NM ein naturalisierter Spieler eingesetzt wird.


# 21 hat geschrieben:
Wärst Du bereit zu akzeptieren, dass Griechenland 2017 Europameister wird - u. a. dank einem hervorragendem eingebürgerten Centerspieler -, aber die darauffolgenden 5 oder 6 Jahre dann - nach dem Weggang des tollen Ausländers - ein Mauerblümchendasein in Europa und der Welt fristet? Also Quali für EM, keine WM, keine OS? Wäre das der Preis, den Du persönlich bereit wärst zu zahlen?


Diese Gefahr besteht m.E. nicht. Die Begründung dazu habe ich oben geschrieben. Griechenland ist nicht das Land, das McCalebb eingebürgert hat. Die sind komplett abhängig von eingebürgerten Spielern. Griechenland nicht. Für uns wäre er ein X-Faktor, so wie für andere große Basketballnationen.

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18. Sep 2015 23:54
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Beitrag Re: Naturalisierungen im Basketball
# 21 hat geschrieben:
Ein Domantas Sabonis spielte dieses Jahr erst die U20-EM, um sich dann gleich das Ticket für die EM in der A-Nationalmannschaft zu sichern. Der Junge ist im Mai 2015 gerade einmal 18 Jahre alt geworden, wird aber von Kazlauskas mitgenommen. Richtig so, denn Javtokas ist alt und Valanciunas kann die Arbeit allein unter den Körben nicht meistern. Da wird für die Zukunft vorgesorgt.


Sabonis ist 19(!). Furkan Korkmaz ist 18 und durfte erst das u18 Turnier, danach das U 19 Turnier und jetzt mit der A-Mannschaft mitspielen und das alles im Sommer 2015.

Also deine Meinung kann man ja ganz klar rauslesen und auch die Tatsache, dass die Serben von dieser "Schwachsinns-Regelung" keinen Gebrauch machen tut ihr übriges. Bin prinzipiell auch gegen diese Art "Transfers" aber solange es gestattet wird, sind eben die Teams, die es nicht tun etwas naiv.

Das Ziel der Türkei war es das Viertelfinale zu erreichen um sich für die olympischen Qualispiele zu qualfizieren. Dies hat man haarscharf verpasst, weil man mit drei Siegen auf den undankbaren vierten Platz abrutschte. Statt Polen oder Israel, die man in der Verfassung geschlagen hätte kam eben leider der Gastgeber mit Frankreich.

Sei es letztes Jahr oder auch in dem Jahr fehlte entweder Asik und Kanter oder Kanter und Ilyasova und die Türkei ist nicht in der Lage zwei ihrer besten 3 Bigs zu ersetzen. Auch wenn Semih Erden ordentich gespielt hat aber die Offensivpower eines Kanters oder die Defense eines Ömer Asiks bringt er nicht.

Seien wir mal realistisch ob Dixon oder auch Preldzic, das sind gute Spieler aber nicht die Spieler, die wie McCalleb ein ganzes Team tragen. Wir haben nicht Lebron James eingebürgert. Ich fand Dixon hat seine Sache wirklich gut und deutlich besser gemacht als es die türkischen Guards in den letzten Jahren taten und deshalb, genau deshalb war die Naturalisierung von Dixon kein Misserfolg. Den hatten die Deutschen, denn man muss sich ernsthaft die Frage stellen ob Gavel da dem ein oder anderen deutschen Spieler nicht den Platz weggenommen hat, die haben mit ihrem Move ja mal richtig verkackt.

Die Türkei ist ein Schwellenland, man weiß noch nicht wohin man hingehört aber vom Resultat sah das letzte und diese Jahr doch OK aus. Man ist mit diesem diesem Kader erwartungsgemäß schlechter als Spanien, Frankreich, Serbien, Griechenland und Litauen aber wenn man dafür tatsächlich stärker als Italien und Deutschland etc. dann kann ich sehr gut damit leben. Wie gesagt Asik und Kanter würden die Türkei dann etwas näher an diese Top 5 bringen und man ist sowohl letztes Jahr als auch dieses Jahr an diesen Nationen gescheitert. Man sollte sich mal das Gesamtbild anschauen.

Ich finde deine obigen Aussagen (und diese Wahrnehmung kann subjektiv sein) etwas provokativ. Nach dem Motto: " Jetzt hat die Türkei den XY eingebürgert und die kacken trotzdem ab". Gegen Litauen und Frankreich zu verlieren würde ich nicht als solches betrachten gerade nicht nach den letzten beiden Tagen auch nicht als Serbe. Wobei gut lassen wir das Spiel um Platz 3 mal außer Acht, denn das juckt eh keinen mehr...


21. Sep 2015 11:44
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Beitrag Re: Naturalisierungen im Basketball
Zitat:
Solange die FIBA dies aber vorsieht, erachte ich persönlich es als fahrlässig, wenn man davon keinen Gebrauch macht, die anderen alle aber schon.


Dann sollen sich doch die ganzen anderen Nationen, die einbürgern, gerne den Vorteil genehmigen. Ich persönlich möchte in der serbischen NM keine Ausländer sehen...und das hat nichts mit Ausländerfeindlichkeit zu tun. :mrgreen:

Jeder serbische Nationalspieler sollte sich mit der NM, der Nation und dem Staat so identifizieren, wie es das gemeine Volk tut. Und das kann kein Ausländer, da kann er noch so toll aufspielen.

Zitat:
Wie ich bereits oben schrieb bringt man sich ggf. um die Früchte des verdienten Erfolges der eigenen Jugendarbeit.


Wenn man nicht einbürgert bringt man sich um die Früchte des verdienten Erfolges der eigenen Jugendarbeit?

Den Passus verstehe ich jetzt nicht. Musst Du mir mal erklären.

Zitat:
Du setzt immer automatisch in Verbindung, dass der Einsatz von ausländischen Spielern a) nur kurzfristig erfolgt und b) danach gleich das komplette Ausbildungssystem des Landes auf dieser Position fallengelassen wird.


Nein, nicht unbedingt, obwohl auch das passieren kann.

Primär rede ich davon, dass ich lieber, ohne Rücksicht darauf ob es von Erfolg gekrönt ist oder nicht, immer einen jungen serbischen Nachwuchsmann in die serbische NM berufen würde, als einen gestandenen ausländischen Spieler, mit dem evielleicht sogar ein Titelgewinn drin ist.

Zitat:
Ich bin grundsätzlich eher für das Modell der Spanier. Sie haben sich mit Ibaka und Mirotic zwei Spieler eingebürgert, die ihrer Nationalmannschaft langsfristig zur Verfügung stehen.


Wenn die Spanier damit leben können, dass ihnen u. a. ein Serbe respektive ein Kongolese zum Erfolg verhelfen, dann ist das deren Einstellung, die ich nicht teile.

Ich kann mich mit dieser Einstellung nicht anfreunden.

Zitat:
Sabonis ist 19(!).


18 oder 19 ist letztendlich auch egal, denn mein Argument zielte darauf zu zeigen, dass ein Kazlauskas sehr schlau ist und die Jugendspieler bei Bedarf früh in die A-NM mit einbindet.

Zitat:
Also deine Meinung kann man ja ganz klar rauslesen und auch die Tatsache, dass die Serben von dieser "Schwachsinns-Regelung" keinen Gebrauch machen tut ihr übriges. Bin prinzipiell auch gegen diese Art "Transfers" aber solange es gestattet wird, sind eben die Teams, die es nicht tun etwas naiv.


Du würdest sagen , dass die Nationen, die keine Einbürgerung durchführen, naiv sind.

Ich würde sagen, dass Nationen, die einbürgern, ganz offen zugeben, dass sie auf bestimmten Positionen einfach keine guten Spieler hervorbringen (schwache Jugendarbeit?), aber unbedingt gerne zum Kreis der erlesenen Titel-und Medaillenträger dazugehören wollen. Da sind wir wieder beim Erfolg um jeden Preis.

An solchen Erfolgen bin ich persönlich nicht interessiert. Wenn Serbien spielt, dann möchte ich in dieser NM auch ausschließlich Serben sehen und am besten auch einen serbischen Trainer. Und wenn dann die Sitaution so ist, dass die Auswahl nichts mit den Titel-und Medaillenkämpfen zu tun hat, dann habe ich das so zu akzeptieren und festzustellen, dass meine NM zurzeit zu mehr eben nicht in der Lage ist.

Unseren 8. Platz bei der EM 2011 schätze ich daher viel höher ein, als den 4. Platz den McCalebb und im Schlepptau der Rest der FYROM-er NM erreicht haben. Wir haben gespielt, zu Anfang auch eine schöne Serie hingelegt, danach kräftig abgebaut und sind schließlich auf Platz 8 gelandet. Ich hätte mir eine bessere Plazierung gewünscht, die war aber mit Rücksicht auf die Form der Spieler nicht möglich und somit war der 8. Platz damals eine reale und faire Bewertung.

Und darum geht es mir bei internationalen Turnieren: Wo steht die serbische Nation, wenn es um den internationalen Vergleich im Basketball geht?

Zitat:
Die Türkei ist ein Schwellenland, man weiß noch nicht wohin man hingehört aber vom Resultat sah das letzte und diese Jahr doch OK aus.


Deshalb habe ich ja auch die Frage gestellt, mit welchem Ziel die türkische NM ins Turnier gestartet ist. Du hast ja das Ziel, sich für das olympische Qualiturnier zu qualifizieren, schon erwähnt.

Nur...ich habe, auch noch aus dem alten Forum aber auch woanders her, viele Bemerkungen türkische User im Gedächtnis, die nach der WM 2010 fulminant verkündeten, dass nach dem WM-Silber die Türkei nun zu einer Basketballmacht aufgerückt sei und ein ganz heißer Kandidat auf den EM-Titel 2011 wäre. Dieser Standpunkt wurde dann immer wieder stark bekräftigt.

Vor diesem Hintegrund habe ich dann die Frage gestellt, für welche Ziele Dixon eingebürgert wurde.

Wenn er der türkischen NM zum Titel oder eine Medaille verhelfen sollte, dann wäre es heuer ein Misserfolg gewesen.

Wenn er in einer Sitaution, in der es gewichtige Absagen gegeben hat, aushelfen sollte, um einfach noch das Beste aus der Sitaution zu machen, dann war es vielleicht auch ein Erfolg.

Zitat:
Ich finde deine obigen Aussagen (und diese Wahrnehmung kann subjektiv sein) etwas provokativ. Nach dem Motto: " Jetzt hat die Türkei den XY eingebürgert und die kacken trotzdem ab".


Zunächst ist meine Aussage mit Sicherheit nicht provokativ.

Ich habe nur den (Miss)Erfolg der türkischen NM bei den Turnieren der letzten Jahre vor dem Hintegrund der Einbürgerung Dixons mit den obigen Aussagen zum qualitativen Stellenwert derselbigen verglichen.

Zitat:
Gegen Litauen und Frankreich zu verlieren würde ich nicht als solches betrachten gerade nicht nach den letzten beiden Tagen auch nicht als Serbe.


Das, muss ich zugeben, verstehe ich nicht. Da musst Du mir schon etwas genauer erklären, worauf Du hinaus willst.

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22. Sep 2015 21:17
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Beitrag Re: Naturalisierungen im Basketball
@ #21 sehr gut argumentiert, ganz deiner Meinung.


23. Sep 2015 00:02
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Beitrag Re: Naturalisierungen im Basketball
Also ich empfinde die Naturalisierung reiner Söldner als unpassend. Icg befürworte aber die Nominierung von Migranten und Spielern die einen starken Bezug zum entsprechenden Land haben.

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23. Sep 2015 07:38
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Beitrag Re: Naturalisierungen im Basketball
Ich möchte noch kurz hinzufügen:

Nicht dass einer denkt, Serbien wäre frei von Sünde. Dieses Jahr haben unsere Frauen die EM in Budapest geholt. Habe mich auch sehr über die Siege während des Turniers gefreut, allerdings nicht ohne zu bemerken, dass da eine gewisse Danielle Page im serbischen Trikot spielt. Und in der Tat auch wenn diese - zugegebenermaßen - sehr gute Spielerin die serbische Hymne auswendig gelernt, kräftig mitgesungen, in Aussicht gestellt hat, ihren Nachnamen von Page zu serbisch Pejdzic zu ändern, und auch die Stats bei der EM ordentlich waren (7,7 Pts und 6,6 Reb), so ist das nicht der Zustand, der für mich akzeptabel ist. Respekt vor der sportlichen Leistung und den menschlichen Vorzügen von Danielle Page, aber eine US-Amerikanerin, die bis dato nicht den Hauch eines Bezugs zu unserem Land hatte, einzubürgern, ist meines Erachtens eine Aktion, für die irgendjemand im Basketballverband zur Verantwortung gezogen werden müsste.

Das gleiche Spiel haben wir in der türkischen NM der Frauen, wenn es um LaToya (Lara) Sanders geht, die bei der EM ganz gewichtige Stats (16,7 Pts, 8,4 Reb) zu Gunsten der türkischen NM vorzuweisen hatte.

Zitat:
@ #21 sehr gut argumentiert, ganz deiner Meinung.


;) Wir verstehen uns.

Zitat:
Also ich empfinde die Naturalisierung reiner Söldner als unpassend. Icg befürworte aber die Nominierung von Migranten und Spielern die einen starken Bezug zum entsprechenden Land haben.


Du spielst auf Giannis an, aber sein Fall ist sicherlich kein Problem. Der Junge ist in Griechenland geboren, dort mit der griechischen Kultur aufgewachsen und ist quasi so auch als ein Grieche anzusehen, ganz egal wo seine Eltern herkommen. Er fällt in die Klasse der Balotellis, Özils, Khediras...usw.

Ich rede nur von den Spielern, die absolut keinen Bezug zum Land, welches sie international vertreten, haben und nur des fragwürdigen, kurzfristigen Erfolgs halber schnell die Staatsbürgerschaft erhalten.

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23. Sep 2015 09:21
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Beitrag Re: Naturalisierungen im Basketball
Nein meine Meinung ist nicht auf Giannis oder irgendeine andere Person bezogen. Ich meine allgemein, dass man die veränderten Lebensumstände wie Migration und Globalisierung bei der Zusammenstellung von Nationalmannschaften berücksichtigen sollte quasi als Abbild der Gesellschaft. Da gibt es viele Beispiele, die du ja zum Teil erwähnt hast.

Das Kaufen von Söldnern für Nationalmannschaften widerspricht jedoch dem Geist solcher Wettbewerbe wo es ja in erster Linie um emotionale Bindung und ideele Werte geht. Sicherlich gibt es auch kommerzielle Ziele und Auswirkungen aber die sollten erst an zweiter Stelle kommen.

Wenn dieser ideelle emotionale Aspekt untergeht kann man gleich ganz auf Nationalmannschaftswettbewerbe verzichten mMn.

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23. Sep 2015 14:06
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Beitrag Re: Naturalisierungen im Basketball
Ganz interessant vielleicht. Bei den letzten 6 Eurobaskets also 2007,2009,2011,2013,2015 und 2017 wurde nur zwei Mal eine MAnnschaft Europameister, die keinen eingebürgerten Spieler im Roster hatte. Vier Mal hingegen triumphierte ein Team mit einem eingebürgerten Spieler. Mit Holden, Ibaka, Mirotic und Randolph waren es auch jeweils Spieler, die einen beachtlichen Anteil am Erfolg ihres Teams hatten.

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30. Nov 2017 14:39
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Beitrag Re: Naturalisierungen im Basketball
Ganz genau so sieht es aus und ist meiner Meinung nach nicht Fair gegenüber den anderen Ländern die keine Leute einbürgern. Es gab ja noch Fälle wie FYROM mit McCalleb usw.

Bei uns haben Teodosic und Bogdanovic ganz klar gesagt das beide nicht mehr für die NM Spielen sobald ein eingebürgerter für die NM Spielt.

Obwohl wir Jahre lang in einer Krise waren und uns auf einigen Positionen ein US-Amerikaner helfen würde (Zb auf der PF Position wo wir ohne Bjelica grosse Probleme haben) sind alle zu fast 100% dagegen.

Die Krönung der Einbürgerung war für mich Spanien mit Ibaka und Mirotic obwohl,man die beste Mannschaft in Europa war hat man sich noch Top Leute geholt.

Dann sollen sich auch einige Länder nicht wundern wenn keine eigenen Spieler rauskommen wenn ein anderen dem bei Turnieren den Platz wegnimmt und damit auch Erfahrung und Spielpraxis bei grossen Turnieren.


30. Nov 2017 15:07
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Beitrag Re: Naturalisierungen im Basketball
Hier noch einmal Randolphs Motivation für Slowenien bei der EM aufzulaufen:

https://clutchpoints.com/anthony-randolph-joined-slovenia-eurobasket-exposure-competition/

Heimatliebe und Patrotismus sieht anders aus...

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1. Dez 2017 14:28
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Beitrag Re: Naturalisierungen im Basketball
# 21 hat geschrieben:
Hier noch einmal Randolphs Motivation für Slowenien bei der EM aufzulaufen:

https://clutchpoints.com/anthony-randolph-joined-slovenia-eurobasket-exposure-competition/

Heimatliebe und Patrotismus sieht anders aus...


Who cares?

Das interessiert doch niemanden. Slowenien ist Europameister. Das ist das was zählt und das ist auch das, was in der Geschichte bleiben wird. Genauso wie der Titel 2007 für die Russen.

Da machst du ne gute Jugendarbeit und würdest unter normalen Umständen vielleicht den Titel holen und dann kommt ein Land, das vllt keine ganz so gute Jugendarbeit hatte, bürgert jemanden ein, der die Schwäche des Teams plötzlich zu einer Stärke macht -neben den anderen bereits gut gbesetzten Positionen- und holt den Titel. Das ist nicht fair. Deshalb bin ich mittlerweile auch voll für eine Einbürgerung für unser Team um einfach "Waffengleichheit" herzustellen.

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1. Dez 2017 19:35
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Beitrag Re: Naturalisierungen im Basketball
Sollen die so weiter machen dann wird in Europa noch die Position des PG in Vergessenheit geraten dann können wir schön grosse Jungs für die NBA züchten.

Ja das bleibt in der Geschichte aber,auch immer das Nachreden von aussen das dies nur mit einem Ausländer passiert ist. Wenn man von 2007 redet hat man manchmal das Gefühl das Holden den Titel alleine gewonnen hat .

Ich hab noch meinen Respekt vor Litauen,Lettland,Serbien usw,

Falls sogar unsere NM einen einbürgert höre ich an dem Tag sofort die weiter zu verfolgen . Bei den Frauen hab ich deshalb auch kein Spiel geschaut .

Ich will unsere Leute da sehen sonst kann ich die wirklich guten Amerikaner direkt in der NBA gucken.


1. Dez 2017 21:12
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Beitrag Re: Naturalisierungen im Basketball
Zitat:
Das interessiert doch niemanden. Slowenien ist Europameister. Das ist das was zählt und das ist auch das, was in der Geschichte bleiben wird. Genauso wie der Titel 2007 für die Russen.


Im Fall Russland reden wir (und noch ein paar andere, die sich im Basketball auskennen) auch nach 10 Jahren immer noch darüber, dass Holden einen gewichtigen Anteil am EM-Erfolg hatte. Auch der slowenische EM-Titel wird mit der Fussnote versehen sein, dass es eines serbischen Trainers, eines serbischen Spielers, sowie eines US-Amis bedurfte, um den Thron zu besteigen. Wenn die internationalen Turnier aufzeigen sollen, wie es um die Basketballqualität eines Landes bzw. einer Nation steht, dann sagt der 4. Platz der Slowenen in 2009 (damals auch mit Dragic und dem Kroaten Golemac) mehr darüber aus als der heurige EM-Titel. Warten wir einmal ab, ob sich der Siegeszug der Slowenen in den nächsten Jahren fortsetzt.

Und ganz spezielle wir Serben haben damit immer einen Grund, um die Slowenen aufzuziehen... :mrgreen:

Zitat:
Das ist nicht fair. Deshalb bin ich mittlerweile auch voll für eine Einbürgerung für unser Team um einfach "Waffengleichheit" herzustellen.


Deshalb bin ich dafür, Einbürgerungen zu verbieten und schon haben wir wieder etwas mehr "Waffengleichheit".

Zitat:
Bei den Frauen hab ich deshalb auch kein Spiel geschaut.


Konsequent...wobei Danielle Page nunmehr 31 Jahre alt ist und wohl nicht mehr berufen werden wird. Aber es ist richtig, dass unser EM-Titel 2015 und OS-Bronze 2016 in einem anderen Licht zu sehen sind, da sie mit dabei war und entscheidenden Anteil am Erfolg hatte. Die EM 2017 war für uns noch vor dem 1/4-Finale vorbei und ein 11. Platz ein angemessener Lohn für die Leistung.

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4. Dez 2017 14:29
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